Sehr geehrter Herr Stjepandic,

Danke für Ihre Zuschrift.

Die Schlüsselfrage meines Textes ist: Weshalb ein Denkmal in Zagreb, das den lokalen Kontext des Holocausts unberücksichtigt lässt? Ihre Zuschrift erweckt den Eindruck, es habe einen solchen nicht gegeben. Weil Sie sich auf den spezifischen Beitrag des NDH am Holocaust nicht einlassen, diesen aber auch nicht dementieren wollen (was für Sie spricht), bringen Sie Einwände ad personam gegen Goldstein und Kraus.

Die Geschichtsverleugnungen der Apologeten des sozialistischen Jugoslawien und seiner Apologeten sind unhaltbar, aber sie machen die Geschichtsklitterung ihrer Gegner nicht besser. Das wird klar, wenn man sich auf die etablierte, ernsthafte Forschungsliteratur einlässt.

Freundliche Grüsse

Andreas Ernst

….

Poštovani gospodine Stjepandić

Hvala vam na pismu.

Ključno pitanje u mom tekstu je: Zašto spomenik u Zagrebu, koji ne uzima u obzir lokalni kontekst holokausta? Vaše pismo daje dojam da takve stvari ne postoje. Zato što se ne želite upuštati u specifičan doprinos od NDH holokaustu, ali ne želite to poricati (što govori za vas), već iznosite protivljenja ad personam Goldsteinu i Krausu.

Poricanja povijesti apologeta socijalističke Jugoslavije i njezinih apologeta su neprihvatljiva, ali ne poboljšavaju krivotvorbu historiografije njihovih protivnika. To postaje jasno kada se upustite u ustanovljenu, ozbiljnu istraživačku literaturu.

S prijateljskim pozdravima

Andreas Ernst

 

 

Sehr geehrter Herr Ernst,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass Sie auf meine Kritik gar nicht eingehen, sondern mir in 5 Sätzen gleich 4 Vorwürfe machen.

Ich bin ein Ingenieur und beschäftige mich zunächst mit den Fakten, worauf ich meine Fragen stelle. Die Schlüsse überlasse ich lieber den Historikern.

Über meine Person gibt es genug Auskunft im Web. Für Sie vielleicht interessant war ein Schlüsselerlebnis in der 5. oder 6. Klasse Grundschule im ehemaligen kommunistischen Jugoslawien, als die Erdkundelehrerin uns ganz amtlich erklärte, dass die Deutschen viel mehr Kartoffel als Brot aßen, weil sie zu wenig Weizen/Mehl/Brot hätten. Wenige Monate später besuchte ich meinen Vater im besagten Westdeutschland und hatte mein Aha-Erlebnis vor einer übervollen Bäckerei gleich am ersten Tag.

Seither misstraue ich den Kommunisten zutiefst. Mit meinen 58 Lebensjahren darf ich sie wenigstens als „Kinder der Lüge“ bezeichnen. Ich wundere mich sehr, dass Sie diese Erkenntnis noch nicht gewonnen haben.

Zu diesen Kindern gehören Božidar Ivo Kraus, der Vater Ihres Informanten Ognjen, sowie Slavko Goldstein, der Vater Ihres Informanten Ivo. Während Božidar Ivo Kraus seinen Ruf als brutaler Verfolger vom Bischof Stepinac erlangte, ist die Liste der großspurigen Dreistigkeiten von Slavko Goldstein viel, viel länger, auch wenn ein konkretes Verbrechen nicht öffentlich bekannt ist. Ich habe meine Augen gerieben, als ich ein Dokument zum Gesicht bekommen hatte, wonach sich Slavko Goldstein gegenüber der Universität Zagreb als dr.s.c. ausgab, obwohl nicht sicher ist, ob er selbst die Mittlere Reife hat. Dieses einmalige Dokument überlasse ich Ihnen gerne.

Kraus jun und Goldstein jun tun natürlich alles Erdenkliche, um die Spuren ihrer Väter zu verwischen. Die Kreativität von Ivo Goldstein hat ihren Höhepunkt letztes Jahr erreicht, als er in der Talkshow des Staatsfernsehens

artig behauptete, dass eine eigens aus Deutschland importierte Knochenmühle im ehemaligen Sammel- und Arbeitslager Jasenovac eingesetzt wurde, um die sterblichen Überreste der Häftlinge zu verarbeiten und die Erde in diesem Gebiet daher eine so helle Farbe hätte. Goldstein wurde ausgelacht und hat diese Erfindung nicht mehr öffentlich wiederholt.

Profesor emeritus Matko Marušić: ANALIZA NASTUPA IVE GOLDSTEINA U TV EMISIJI NEDJELJOM U 2

Damit hoffe ich, Ihren ersten Vorwurf entkräftet zu haben, mit Einwänden ad personam die Begründung zu verwischen. Da sich beide Herren im permanenten Interessenkonflikt befinden, können sie kein objektives Zeugnis zu diesem Sachverhalt abgeben.

Zum lokalen Kontext: Ich sehe nicht ein, dass ein solcher notwendig ist. Holocaust ist einmalig und wurde in Kroatien weder konzipiert noch eingeleitet, sondern aufgedrückt. Man muss bedenken, dass Hitler bis zum 27.3.1941 an Jugoslawien festgehalten hat. Sein Überfall und Zerschlagung Jugoslawiens kamen als Reaktion auf den vom Vereinigten Königreich eingefädelten Putsch serbischer Offiziere. Bereits seit dem 5.10.1940 gab es Rassengesetze in Jugoslawien, die in Kroatien – wie jedes Diktat aus Belgrad – hintergangen wurden. Es ist auch keine antisemitische Strömung in Kroatien vor dem Zweiten Weltkrieg bekannt geworden. Die Rassengesetze im „Unabhängigen Staat Kroatien“ wurden erst am 30.4.1941 erlassen, weil dies die die Auflage der Nazis zur Schaffung einer Kroatischen Streitmacht war. Zu diesem Zeitpunkt haben die serbischen Freischärler bereits Massenverbrechen an der kroatischen Bevölkerung begangen. In der Streitmacht des USK gab es Juden im Rang eines Generals als sog. „Ehrenarier“.

 

Wie der Lauf der Dinge war, finden Sie in den Büchern von Esther Gitman. Ich hoffe, dass sie zur „etablierten, ernsthaften Forschungsliteratur“ zählt. Seien Sie bitte mutig und greifen zu! Sie erzählt als Zeitzeuge, dass es unter den Kroaten sowohl die Täter als auch die Retter für die Juden gab

Wie bereits gesagt, ein Viertel (9.500) der Juden hat überlebt. Wessen Opfer die 30.000 Holocaust-Toten sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Jugokommunisten vertraue ich kein Wort. Wenn ich schätzen muss (!), dann würde ich annehmen, dass mindestens ein weiterer Viertel von kroatischer Hand gefallen war – u.a. um den Nazis ein Gefallen zu tun. Unterschreiben würde ich diese Zahl aber keineswegs. Das muss erst erforscht werden, jedes Opfer für sich.

Den Kroaten eine Rolle der „Super-Nazis“ anzudichten, wie es Vater und Sohn Goldstein seit Jahren versuchen, entbehrt jeder Grundlage.

Man kann die Frage aber auch umkehren: Kennen Sie ein anderes Land unter der Nazi-Herrschaft, wo so viele Juden anteilsmäßig den Holocaust überlebt haben? Eine solche Aktion hätte niemals ohne eine breite Unterstützung in der Bevölkerung gelingen können.

Aus meiner Sicht wird das Holocaust-Mahnmal keinen Fortschritt bringen, solange es keine, wenigstens symbolische Entschädigung gibt. Und da kommen wir wieder zu den begünstigten Bonzen, die die (nicht nur jüdischen) Immobilien für sich vereinnahmt haben. Haben Sie von Kraus und Goldstein jemals eine Forderung nach Entschädigung der Juden und anderer Kriegsopfer gehört?

Ich wollte mich damit nicht gleich brüsten: Ehrenamtlich bin ich Vorsitzender der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Diaspora und Heimat (HAZUDD), wo u.a. Esther Gitman Mitglied ist. Zu diesem Streitthema können wir bestimmt viel mehr beitragen als die Herren Kraus & Goldstein sowie ein Journalist von Balkaninsight.

Es liegt nun an Ihnen, unser Angebot anzunehmen. Oder auch nicht.

Aus meiner Replik vom 15.10.17 auf Ihren Artikel vom 9.10.17

Dr.Josip Stjepandić: Nakon Drugog svjetskog rata nije stigla sloboda, nego Titova jugokomunistička diktatura!

hätten Sie bereits schließen können, dass Ihre Quellen schlichtweg unzuverlässig sind.

Ich hoffe für Sie, aber auch NZZ, dass Sie an dieser Stelle nachjustieren.

Mit freundlichen Grüßen

….

Dr. Josip Stjepandić

Nametnuti Hrvatima ulogu “super-nacista”, kao što otac i sin Goldstein pokušavaju godinama, nema nikakvog utemeljenja. Ali možete i preokrenuti pitanje: poznajete li neku drugu državu pod nacističkom vladavinom, gdje je razmjerno toliko puno Židova preživjelo holokaust? Takva akcija nikada ne bi bila moguća bez široke potpore domicilnog stanovništva.

Poštovani gospodine Ernst,

Hvala vam na brzom odgovoru!

Jako sam razočaran što ne odgovarate na moju kritiku, ali me u 5 rečenica već 4 puta optužujete.

Ja sam inženjer i prije svega se bavim činjenicama, nakon čega slijedi postavljanje pitanja. Radije bih zaključke prepustio povjesničarima.

O mojoj osobi postoji dovoljno informacija na webu. Za vas je možda zanimljivo, ključno iskustvo u 5. ili 6. razredu osnovne škole u bivšoj komunističkoj Jugoslaviji, kada nam je učiteljica zemljopisa službeno kazala, da su Nijemci jeli puno više krumpira nego kruha, jer su imali premalo pšenice / brašna / kruha. Nekoliko mjeseci kasnije posjetio sam svoga oca u spomenutoj Zapadnoj Njemačkoj i prvi dan sam doživio svoje aha-iskustvo pred prepunim pekarama.

Od tada duboko ne vjerujem komunistima. Sa svojih 58 godina života usuđujem se ih barem nazvati “djecom laži”. Vrlo sam iznenađen da sami niste došli do ove spoznaje.

To su Božidar Ivo Kraus, otac vašeg informatora Ognjena kao i Slavko Goldstein, otac vašeg informatora Ive. Dok je Božidar Ivo Kraus stekao ugled brutalnog progonitelja biskupa Stepinca, popis bahate drskosti Slavka Goldsteina je mnogo, mnogo duži, iako ni jedan određeni zločin nije javno poznat. Protrljao sam oči kad sam uočio dokument, s kojim je Slavko Goldstein  predstavio  prema Sveučilištu Zagreba kao dr. sc., iako nije sigurno da on ima završenu malu maturu. Ostavit ću vam rado ovaj jedinstveni dokument.

Naravno, Kraus mlađi i Goldstein mlađi čine sve što mogu da izbrišu tragove svojih očeva. Kreativnost Ive Goldsteina dosegla je svoj vrhunac prošle godine kada je u talk showu državne televizije (https://www.youtube.com/watch?v=pIwSU06rPn8) tvrdio da je mlin za kosti, bio posebno uvezen iz Njemačke te je bio u upotrebi u bivšem sabirnom i radnom logoru Jasenovac, korišten je za obradu posmrtnih ostataka zatvorenika, pa bi zemlja na tome mjestu imala radi toga tako svijetlu boju. Goldsteina se je ismijavalo ( https://hrvatskonebo.org/2018/06/21/profesor-emeritus-matko-marusic-analiza-nastupa-ive-goldsteina-u-tv-emisiji-nedjeljom-u-2/) i nakon više to nije ponavlja javno.

S tim, nadam se, sam demantirao vaš prvi prigovor, što bih zamagljujući obrazloženje ad personam prigovorima. Budući da su oba gospodina u stalnom sukobu interesa, ne mogu dati objektivno svjedočanstvo o toj stvari.

O „lokalnom kontekstu“: Ne mogu uvidjeti da je takvo što potrebno. Holokaust je jedinstven i nije bio niti osmišljen niti iniciran u Hrvatskoj, već nametnut. Mora se imati na umu da se Hitler se cvrsto držao Jugoslavije do 27.3.1941. Njegov napad i razbijanje kraljevine Jugoslavije je bio odgovor na državni udar srpskih časnika pod vodstvom Velike Britanije. Već od 5.10.1940. su u Jugoslaviji postojali rasni zakoni koji su bili zapostavljeni u Hrvatskoj – kao i svaki diktat iz Beograda. U Hrvatskoj nije bilo antisemitskih struja prije Drugog svjetskog rata. Rasni zakoni u “Nezavisnoj državi Hrvatskoj” nisu usvojeni sve do 30. travnja 1941., jer je to bio nacistički uvjet stvaranja hrvatske vojske. U to vrijeme, srpski pobunjenici su već bili počinili masovne zločine protiv hrvatskog stanovništva. U snagama ​​USK-a bili su Židovi u činu generala kao takozvani “počasni Arijci”.

Kako su se stvari odvijale može se naći u knjigama od Esther Gitman. Nadam se da je to jedna od “utvrđene, ozbiljne istraživačke literature”. Molim vas budite hrabri i posegnite za tom literaturom! Kao svjedokinja ukazuje, da su među Hrvatima bili i počinitelji i spasitelji za Židove (https://www.youtube.com/watch?v=I9EupkoGmig).

Kao što sam rekao, četvrtina (9.500) Židova je preživjela. Čije žrtve su 30.000 mrtvih iz Holokausta, za mene je nedokučivo. Ako bih bio prisiljen procijeniti (!), onda pretpostavljam da je barem još jedna četvrtina pala od hrvatske ruke – tj. da bi se učinila uslugu nacistima. Ne bih ni na koji način se potpisao na tu brojku. To prvo mora biti istraženo, svaka žrtva za sebe.

Nametnuti Hrvatima ulogu “super-nacista”, kao što otac i sin Goldstein pokušavaju godinama, nema nikakvog utemeljenja.

Ali možete i preokrenuti pitanje: poznajete li neku drugu državu pod nacističkom vladavinom, gdje je razmjerno toliko puno Židova preživjelo holokaust? Takva akcija nikada ne bi bila moguća bez široke potpore domicilnog stanovništva.

Po mom mišljenju, spomen-obilježje holokausta neće donijeti nikakav napredak, sve dok se Židovima ne dade barem simbolično obeštečenje.

A onda se vraćamo na povlaštene partijske buržuje, koji su zaposjednuli (ne samo židovsku) imanje nekretnina za sebe. Jeste li ikada čuli da Kraus i Goldstein traže naknadu za Židove i druge žrtve rata?

Nisam se odmah htio hvaliti: Ja sam volonterski predsjednik Hrvatske Akademije Znanosti i Umjetnosti u Dijaspori i Domovini (HAZUDD), gdje je Esther Gitman član.

Ovoj tematici mi svakako možemo pridonijeti mnogo više nego gospoda Kraus & Goldstein i novinar s balkaninsight.

Na vama je prihvatiti našu ponudu. Ili i ne.

Iz mog odgovora od 15.10.17 na vaš članak od 9.10.17 (https://www.nzz.ch/international/kroatien-pflegt-die-feindschaften-mit-seinen-nachbarn-ld.1318792) mogli ste već zaključiti da su vaši izvori jednostavno nepouzdani.

Nadam se, za Vas, ali i za NZZ – da ćete na ovoj točci još poraditi.

 

Dr. Josip Stjepandić /Hrvatsko nebo

 

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